Region - Tradition - Zukunft

Flugblatt  zum 13. 1. 2017Perspektiven für unseren GE-Standort: Neue Broschüre der IG Metall Mannheim erschienen –
Gemeinsamer Lichterlauf zum Jahrestag der Schließungspläne am Freitag, 13. Januar 2017

Die Bekanntgabe der massiven Umstrukturierungs- und Stellenabbaupläne an allen europäischen Standorten von General Electric, insbesondere am Standort Mannheim, jährt sich in wenigen Tagen am 13. Januar 2017 zum ersten Mal.

Ein denkwürdiges Datum, das uns Anlass gibt, einerseits auf die vergangenen Ereignisse und erreichten Wegmarken zurückzublicken, und uns andererseits in den kommenden Tagen mit aller Energie und allem Engagement dafür einzusetzen, dass alle Chancen und Möglichkeiten genutzt werden, den Mannheimer Standort sowie die Arbeits- und Ausbildungsplätze zu erhalten.

Unsere neue Broschüre gibt einen Überblick über die Ereignisse der vergangenen Wochen und Monate. Neben Vorworten von Klaus Stein von der IG Metall Mannheim und Elisabeth Möller von Konzernbetriebsrat von GE Power enthält sie einen Impuls von Mannheimer Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz.

Weiter stellen wir unsere Vorschläge zu alternativen Produkten am Standort Mannheim und den Perspektiven des Dampf- und Service-Geschäftes vor.

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Am 8. Dezember besuchte eíne Delegation des Überbetrieblichen Solidaritätskomitees Rhein-Neckar die von Arbeitslosigkeit bedrohten KollegInnen von GE. Die BesucherInnen wurden sehr freundlich von den IG Metall-Vertrauensleuten bei GE am Tor 1 begrüßt. Der Erste Geschäftsführer der IG Metall Mannheim, Klaus Stein, informierte fundiert über den aktuellen Stand der Gegenwehr. Bei einer anschließenden Werksbesichtigung konnten sich die TeilnehmerInnen über die große industrielle Bedeutung und Zukunftsfähigkeit des Mannheimer Traditionswerks informieren.

Das Überbetriebliche Solidaritätskomitee wird alles tun, um die KollegInnen von GE in ihrem Kampf um den Erhalt der Arbeits- und Ausbildungsplätze zu unterstützen.

Überbetriebliches Solidaritätskomitee bei GE-KollegInnen zu Besuch

Foto: IGM-VKL

EILMELDUNG AUS DEM SOLIKOMITEE

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am Montag  5. 12. 2016, wird bei GE die unterbrochene Betriebsversammlung fortgesetzt.

Aus dem Grund benötigen die KollegInnen von GE am Montag um 14:45 Uhr am GE-Tor 6 (Straße Auf dem Sand 1 / Kreuzung B 38) unsere Unterstützung.

Bringt bitte ihn geeigneter Form Eure Solidarität mit unseren KollegInnen von GE zum Ausdruck!

Leitet diese Info bitte über Eure betrieblichen, gewerkschaftlichen oder sonstigen Verteiler weiter!

Mit solidarischen Grüßen

Wolfgang Alles (für das Überbetriebliche Solidaritätskomitee Rhein-Neckar)
Miriam Walkowiak (DGB Regionsgeschäftsstelle Mannheim)

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Fotos: Silja Metz.

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Solidarität mit dem Widerstand gegen Arbeitsplatzabbau!

Das Treffen des Überbetrieblichen Solidaritätskomitees Rhein-Neckar mit MandatsträgerInnen aus der Politik solidarisiert sich uneingeschränkt mit der Belegschaft und dem Betriebsrat von GE Power im Kampf um die Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Wir fordern General Electric auf,

  • die Zerschlagungspläne für das Mannheimer Werk vom Tisch zu nehmen,
  • die Alternativkonzepte des Betriebsrats zu akzeptieren,
  • sich an Recht und Gesetz zu halten,
  • und die völlig unakzeptablen Angriffe auf den Betriebsrat einzustellen!

Mannheim, den 17.11.2016

Solidaritäts-Adresse

der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion des Arbeitskreises Vertrauensleute der IG Metall Heidelberg "Vollständige Parität - Gesundheitskosten gerecht verteilen" am 24.10.2016 im Gesellschaftshaus Pfaffengrund

An die kämpfende GE-Belegschaft!

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
auch wir möchten unsere ausdrückliche Unterstützung für Euren mutigen Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze bei General Electric Power (GE) und der Standorte zum Ausdruck bringen.

GE

  • will in Mannheim fast zwei Drittel, 1 066 von 1 700 Beschäftigten abbauen,
  • hat in folgenden Gesprächen laut Rhein-Neckar-Zeitung vom 18.10.2016 dreist mitgeteilt, die Zahl um 4 (!) Beschäftigte auf 1 062 zu "reduzieren",
  • lehnte in 14 Sitzungen mit Vertreterinnen und Vertretern von Belegschaft, Betriebsrat und IG Metall über ein Dutzend Vorschläge auf mehr als 500 Seiten rundweg ab;
  • GE will mit einem Federstrich über fundierte, konkrete Alternativ-Lösungen seitens der betrieblichen und gewerkschaftlichen Interessenvertretung einfach hinweggehen: nämlich Aufbau neuer Geschäftsfelder wie Windenergieanlagen, Großmotoren für Blockheizkraftwerke oder Rückbau von Atomkraftwerken - verbunden mit möglichen Altersteilzeit-Regelungen für rund 400 Beschäftigte, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden;
  • und GE hat zuletzt Sitzungen des Gesamtwirtschaftsausschusses arrogant abgebrochen und musste vor dem Arbeitsgericht zur Zusage einer Einigungsstelle bezüglich der Fortführung des Gesamtwirtschaftsausschusses gezwungen werden.

Wer glaubt so vorgehen zu können, will mit aller Gewalt reine Plattmacher-Strategien durchziehen. Dieser Konzern braucht deshalb solche Antworten, wie Ihr sie seit Jahren und Jahrzehnten unter BBC, ABB, Alstom und GE immer wieder gebt, zuletzt vorige Woche mit Eurer erneuten Betriebsversammlung, Demonstration und Kundgebung in Mannheim.

GE versteht wie viele andere Unternehmen offensichtlich nur diese Sprache. Im Bereich der IG Metall Heidelberg haben Konzerne wie T RW 2013 in St. Leon-Rot oder dieses Jahr Cooper Standard in Hockenheim (zuvor Fulton Rohr) ebenfalls Werke dichtgemacht, Hunderte Kolleginnen und Kollegen auf die Straße gesetzt und in Arbeitslosigkeit geschickt, in der am Ende Hartz IV steht. Auch bei FFG in Mosbach (früher Maschinenfabrik Diedesheim) und Haldex Heidelberg (ehemals GRAU-Bremse), im Zusammenhang mit dem Bieterkampf zwischen ZF und Knorr-Bremse, droht eine ähnliche Zuspitzung.

Die Menschen zählen in den gnadenlosen Konkurrenzschlachten der Konzerne für noch mehr Profit nichts. Auch der Auftritt Eures Chors "GEgenwehr" vorletzte Woche in Heidelberg beim "Tag der Gewerkschaften" hat bestätigt: Im Kampf für den Erhalt vieler Standorte in der Rhein-Neckar-Region und die Existenz Tausender abhängig Beschäftigter seid Ihr ein Vorbild. Das hat Ausstrahlung und hilft auch Anderen. Wir wünschen Euch für die Einigungsstelle am 4. November, die danach folgenden Auseinandersetzungen und die möglichen Gespräche mit interessierten Investorengruppen alles Gute und vollen Erfolg.

Heidelberg, 24. Oktober 2016
Mit solidarischen Grüßen

(Anm. d. Red.: Unterzeichnet von 47 Teilnehmer/innen)

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion

AKTUELLE INFOS AUS DEM SOLIKOMITEE

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
am Donnerstag, dem 20.10.2016, findet um 16:00 Uhr der Arbeitsgerichtstermin bzgl. Einsetzung einer Einigungsstelle bei GE zu den angekündigten „Restrukturierungsmaßnahmen” statt.

Bitte kommt zum Arbeitsgericht in E 7, 21, 68159 Mannheim und unterstützt die GEgenwehr unserer KollegInnen!

Leitet diese Info bitte über Eure betrieblichen, gewerkschaftlichen oder sonstigen Verteiler weiter!

RINO GALIANO © Roos„Lange Nacht der Solidarität” im Kulturhaus Käfertal

Mit einem tollen Kulturprogramm begeisterte das SOLIFEST gegen die geplanten Massenentlassungen bei GE (früher Alstom) im Mannheimer Kulturhaus Käfertal. Namhafte Künstlerinnen und Künstler aus der Region traten auf und boten ein hochwertiges und abwechslungsreiches Programm. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Solidarität mit den Beschäftigten von GE. GE hatte angekündigt mehr als 1000 Arbeitsplätze in Mannheim zu streichen.

Neben den kulturellen Highlights gab es auch Ansprachen von Klaus Stein (2. Bevollmächtigter der IG Metall Mannheim) und Wolfgang Alles, der für das überbetriebliche Solikomitee sprach. Elisabeth Möller und Kai Müller als KBR- bzw. EBR-Vorsitzende bedankten sich für die breite Solidarität.

Durch den Abend führte der Liedermacher Bernd Köhler. Unser herzliches Dankeschön für ihr Engagement geht an die auftretenden Künstlerinnen und Künstler:

  • LEROI & HERZER
  • EINHART KLUCKE
  • QUERBEAT
  • GIZEM GÖZÜACIK
  • NARO VITALE
  • RINO GALIANO
  • COOL BREEZE
  • DER CHOR GEGENWEHR und Bernd Köhler
  • MONIKA-MARGRET STEGER
  • YVONNE BETZ

 ↑ RINO GALIANO © Roos

chor gegenwehr © Enver Enli   COOL BREEZE © Helmut Roos

Chor GEgenwehr © Enver Enli ↔ COOL BREEZE © Helmut Roos

GIZEM GÖZÜACIK © Enver Enli   13mai leroi herzer sl  

GIZEM GÖZÜACIK © Enver Enli ↔ LEROI & HERZER © Enver Enli

NARO VITALE © Roos   © Enver Enli  

NARO VITALE © Helmut Roos ↔ Kulturhaus Käfertal © Enver Enli

SAAL 2 © Roos   EINHART KLUCKE @ Enver Enli

Kulturhaus Käfertal © Helmut Roos ↔ EINHART KLUCKE @ Enver Enli

MONIKA MARGRET @ Enver Enli   QUERBEAT @ Helmut Roos

MONIKA MARGRET @ Enver Enli ↔ QUERBEAT @ Helmut Roos

YVONNE BETZ © Helmut Roos

YVONNE BETZ © Helmut Roos

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

Ich habe seit Jahren immer wieder mit der arbeitnehmer- und gewerkschaftsfeindlichen Politik des XXXLutz-Konzerns zu tun.

Als der Konzern 2013 seine Filiale in München schloss, warf er alle 160 Mitarbeiter auf die Straße und verweigerte einen Sozialplan, ähnlich wie jetzt in Mannheim. Drastische Maßnahmen hat die Konzernspitze jetzt auch in Essen, Oberhausen, Stuttgart und Aachen im Blick. Ein wichtiges Ziel ihrer aggressiven Strategien ist: Betriebsräte beseitigen und kampfbereite Belegschaften schwächen.

Es wird höchste Zeit, dass wir gegen diese Strategie einheitlichen und koordinierten Widerstand leisten! Hier ist Verdi als zuständige Gewerkschaft gefordert! Aber wir alle, jede und jeder von uns ist genauso gefordert, uns diesem Brutalo-Kapitalismus entgegenzustellen!

Die Eigentümer verwischen gern die Spuren ihrer Untaten und verweisen auf die besondere rechtliche Konstruktion ihrer Filialen - die sie selber absichtsvoll errichtet haben. Sie suchen sich für ihren Kurs natürlich auch Bündnispartner. In Österreich, ihrem Stammsitz, wissen sie den dortigen Finanzminister Schelling an ihrer Seite, der im Aufsichtsrat des Konzerns saß und bis heute die Steuerflucht seiner Freunde nach Malta absichert.

Hierzulande hat sich XXXL den ehemaligen Chef der evangelischen Kirche Deutschlands, Bischof Huber, ins Boot geholt und ihn 2013, als die öffentliche Kritik am Konzern schon einmal hohe Wellen schlug, mit der Abfassung eines Untersuchungsberichtes betraut. Huber hat in seinem Bericht die Zustände im Konzern leider schöngeschrieben. Kritische Nachfragen der Kollegen von work-watch zu diesem Bericht hat der Bischof nicht beantwortet.

Wir haben es also mit einem wohl durchdachten und zielbewussten Unternehmer zu tun, der starke Verbündete hat.

Uns kann das nur in der Entschiedenheit bestärken, diese Politik nicht widerstandslos hinzunehmen. Ich wünsche Euch Erfolg und Kraft und stehe dabei an Eurer Seite.

Günter Wallraff