An Betriebsrat, Vertrauenskörper und Belegschaft 
Daimler Truck Mannheim 
Per Fax: 0621/70012050 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Überbetriebliche Solidaritätskomitee Rhein-Neckar unterstützt Euren Kampf gegen den angekündigten Abbau von 1000 Arbeitsplätzen im Rohbau von EvoBus GmbH. 

Gegen skrupellose Arbeitsplatzvernichter ist Widerstand eine Pflicht und ein Recht! Wir unterstützen deshalb Eure Forderung nach Erhalt aller Arbeitsplätze. Der Erhalt von Arbeit muss Vorrang haben vor Gewinnmaximierung! 

Die Skrupellosigkeit von Daimler Truck ist ein Skandal. Der Konzern hat für das Geschäftsjahr 2021 ein bereinigtes EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von 2.552 Millionen Euro angegeben (Vorjahr: 657 Millionen Euro) und erwartet noch bessere Zahlen für 2022. 

Es ist an der Zeit, gemeinsam die Einhaltung des Grundgesetzes einzufordern. Dort heißt es: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Eine Enteignung ist ... zum Wohle der Allgemeinheit zulässig.” (Artikel 14 GG.)

Gemeinsam sind wir stärker! Es ist erforderlich den Widerstand gegen Stellenabbau über alle (Betriebs-) Grenzen hinweg koordinieren. Setzen wir das Verbot von Entlassungen und einen sozialen Schutzschirm für (noch-) beschäftigte und bereits erwerbslose Kolleginnen und Kollegen durch!

Nur wer kämpft kann gewinnen!

Solidarische Grüße

Wolfgang Alles (Überbetriebliches Solidaritätskomitee Rhein-Neckar)
Miriam Walkowiak (DGB Regionsgeschäftsstelle Mannheim)

P.S. Im Anhang senden wir Euch unseren „Mannheimer Appell” mit der Bitte um Unterstützung und Weiterverbreitung. 

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
https://www.facebook.com/UeberbetrieblichesSolikomitee/

pdfAppell des Solikomitees 2016 mit Unterschriftenliste zum Download

Ohne Arbeit stirbt die Stadt! -
Ohne Arbeit stirbt die Region!

Widerstand gegen „Globalisierung” und Arbeitsplatzabbau!

Jedes Jahr vernichten Unternehmen unzählige Arbeitsplätze oder kündigen Stellenabbau an. Auch hier in der Region.  Ob ABB, Bilfinger, Bombardier, General Electric, Siemens, Wabco oder XXXLutz.

Oft wird die Verlagerung der Arbeitsplätze durch Steuermittel gefördert. Dieser Prozess zerstört soziale Werte, wertvolles Fachwissen und wirtschaftliche Existenzen. Er beschleunigt Erwerbslosigkeit und Massenverarmung. Gleichzeitig explodieren in vielen Fällen die Gewinne. Diese Situation ist unerträglich!

Beschäftigte in der Region, allen voran die Belegschaft von General Electric, wehren sich gegen die geplante Arbeitsplatzvernichtung mit aller Entschiedenheit. Genauso leisten viele Kolleginnen und Kollegen in anderen bedrohten Betrieben Widerstand.

Was jedoch bisher fehlt, das ist eine betriebsübergreifende Gegenwehr und ein allgemeiner gewerkschaftlicher Kampf gegen Arbeitsplatzvernichtung.

Wir rufen deshalb alle Kolleginnen und Kollegen innerhalb unserer Gewerkschaften auf: Fordert in den Betriebsräten und in den gewerkschaftlichen Gremien eine aktive Politik gegen Arbeitsplatzabbau!

Wir rufen unsere Gewerkschaften auf: Setzt unsere gewerkschaftliche Kraft für die gemeinsame Verteidigung unserer Rechte ein!

Wir rufen deshalb alle von Entlassungen oder Werksschließungen bedrohten Belegschaften und unsere Gewerkschaften auf: Koordiniert den Widerstand über alle Grenzen hinweg!

Fordern wir gemeinsam die Einhaltung des Grundgesetzes ein: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Eine Enteignung ist ... zum Wohle der Allgemeinheit zulässig.” (Artikel 14 GG.) Kämpfen wir deshalb auch für ein Verbot von Entlassungen! Unterstützen wir aktiv den Widerstand gegen Arbeitsplatzabbau – ob bei General Electric oder anderswo!

Überbetriebliches Solidaritätskomitee Rhein-Neckar, 4. 2. 2016

pdfAppell mit Unterschriftenliste zum Download