Logo MMBeim Heidelberger Unternehmen Prominent eskaliert die Auseinandersetzung um die Arbeitnehmervertretung

12.8.2022 von Stefanie Ball

Heidelberg. Der Heidelberger Dosierpumpenhersteller Prominent kommt nicht zur Ruhe. Innerhalb weniger Wochen sind die jeweils amtierenden Vorsitzenden des Betriebsrats zurückgetreten. Im Juni gaben der Vorsitzende und der Vize ihre Ämter ab. Sie führten persönliche Gründe an. Es rückten Kollegen nach, einer wurde Vorsitzender, der andere sein Stellvertreter. Und der Vorsitzende gab gestern in einer dürren Meldung bekannt, aus dem Gremium auszuscheiden. Auch er machte persönliche Gründe geltend.

Die IG Metall Heidelberg spricht von einer dramatischen Entwicklung…

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Drunter und Drüber bei ProMinent

Geschäftsführung erklärt Rechtsstreit für erledigt,
Ex-Betriebsratsvorsitzender bereitet Klage vor

Von Matthias Kros

Heidelberg. Die Geschäftsführung von ProMinent in Heidelberg, einem Hersteller yon Dosieranlagen und Systemen für die Wasseraufbereitung, hat den Rechtsstreit mit einem früheren Betriebsratsvorsitzenden für erledigt erklärt: Das teilte eine Sprecherin des Arbeitsgerichts Mannheim am Dienstag auf Anfrage mit. Die Gegenseite habe nun zwei Wochen Zeit, um sich zu äußern. Wenn sie nicht widerspreche, werde der für Ende Oktober anberaumte Anhörungstermin aufgehoben …

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Betriebsrat stimmt Kündigung eines Mitglieds zu

Die IG Metall Heidelberg ist entsetzt über die Vorgänge beim Unternehmen der Familie Dulger und spricht von Machenschaften der Geschäftsleitung

Der Streit beim Heidelberger Dosierpumpenhersteller Prominent GmbH hat am Mittwoch seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht: Der Betriebsrat hat der Kündigung eines seiner Mitglieder durch die Geschäftsleitung zugestimmt. Der Mitarbeiter war bis zu den Betriebsratswahlen im März Vorsitzender des Gremiums gewesen, seither ist er dort einfaches Mitglied.

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logo BietigheimerDer Zoff setzt sich fort

Von Michael Soltys 21.07.2022 - 15:42 Uhr

Der Konflikt in der VR Bank Ludwigsburg um die Bezahlung der freigestellten Betriebsrätin Andrea Widzinksi landet vor dem Arbeitsgericht. Ist eine gütliche Einigung noch möglich?

Eigentlich sollte längst wieder alles in Butter sein bei der VR Bank Ludwigsburg. Bei der Vertreterversammlung hatte der Vorstand um Timm Häberle sein Bemühen um Harmonie und gute Zusammenarbeit mit dem neu formierten Betriebsrat betont. Dessen langjähriges Mitglied Andrea Widzinski war kurz zuvor von ihren Betriebsratskollegen als Vorsitzende abgewählt worden – auf Betreiben des Bank-Vorstands, dem es im Zuge der Fusion gelungen sei, einen Keil in den Betriebsrat zu treiben. So jedenfalls mutmaßten damals öffentlich Vertreter der Gewerkschaft Verdi ...

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Seit 25 Jahren setzt sich Andrea Widzinski als Betriebsratsvorsitzende für die Mitarbeiter der VR Bank (ehem. Volksbank Ludwigsburg) mit Herzblut ein. Schon einmal, vor genau 15 Jahren wollte der ehemalige Vorstand sie daher unschön aus der Volksbank „entfernen“ und kündigte sie. Andrea Widzinski blieb jedoch standhaft und schlug einen sehr hohen Geldbetrag ab um weiterhin die Interessen der Mitarbeiter zu vertreten. Aktuell wiederholt sich dieses Szenario und einige Betriebsratsmitglieder haben sich gegen Frau Widzinski ausgesprochen und ihre Abberufung gefordert  – ohne einen Grund zu nennen.

Zuvor hat der Vorstand versucht sie mit haltlosen Vorwürfen zu überziehen, die er zwischenzeitlich zurückgezogen hat. Ein Gerichtsprozess wegen einseitiger Kürzung ihres Gehalts ist vor dem Arbeitsgericht anhängig.

Zeigt Solidarität für die langjährige Betriebsratsvorsitzende – hier unterzeichnen:

www.change.org/p/finger-weg-von-der-langjährigen-betriebsratsvorsitzenden-andrea-widzinski

Mannheim, 11. 7. 2022

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Nach der Betriebsversammlung versammeln sich mehr als 150 Kolleg*innen am Kulturhaus Käfertal und schließen sich einer Demo zurück zum X-Bau an.

Circa 150 Kolleg*innen haben heute am Vormittag an einer Betriebsversammlung bei GE Power teilgenommen. Das Unternehmen hat – zum wiederholten Male – einen Stellenabbau angekündigt, von dem auch Mannheim besonders betroffen wäre.

2022-07-11  – IGM – Foto Helmut RoosFoto: Helmut Roos / 2022

Die Kolleg*innen erhofften sich Antworten von der Geschäftsleitung. Aus Protest versammelten sich die Beschäftigten nach der Versammlung im Stempelpark. Auf der kurzen Kundgebung sprachen Janna Köke von der IG Metall Mannheim, Helmut Schneider, BR-Vorsitzender von GE Power sowie Stefan Fulst-BLei, Mitglied des Landtags. Außerdem erklärte Wolfgang Alles die Solidarität des Soli-Komitees.

Umrahmt wurde die Veranstaltung durch Bernd Köhler und den Alstom-Chor. Nach der Kundgebung zogen die Kolleginnen und Kollegen demonstrierend zurück zum X-Bau in der Turbinenstraße.

Betriebsrat, IG Metall und Belegschaft werden für den Erhalt der Arbeitsplätze bei GE kämpfen. Beschäftigte lassen sich nicht so einfach „outsourcen“.

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pdfPressemelfung als PDF und weitere Pressemeldunge zum Download


Mannheim, 13. 7. 2022

IGM LogoBeschäftigte legten heute Mittag zeitweise ihre Arbeit nieder: Forderung nach Wiederherstellung der Tarifbindung - Wir wollen: Tariflich bezahlte und qualifizierte Fachkräfte auch in Zukunft!

Heute Warnstreik bei Südkabel im Mannheimer Süden: 
Die IG Metall hatte heute die Beschäftigten von Südkabel zum Warnstreik aufgerufen und etwa 70 Kolleginnen und Kollegen waren zur Kundgebung in der Rhenaniastraße gekommen.

Die Kolleginnen und Kollegen fordern die Wiederherstellung der Tarifbindung. 
Janna Köke, Geschäftsführerin und Kassiererin der IG Metall Mannheim, berichtete vom Verlauf der Verhandlungen und Entwicklungen seit dem Verbandsaustritt des Unternehmens Ende 2020: "Südkabel muss endlich wieder an den Verhandlungstisch. Wir brauchen dringender denn je tariflich bezahlte und qualifizierte Fachkräfte auch in Zukunft, gerade in der Energiewende!"

Betriebsratsvorsitzender und Mitglied der Tarifkommission Wolfram Riegler bedankte sich bei allen, die sich am Warnstreik beteiligten: "Der Standort Mannheim steht auf! Alle, die heute im Betrieb waren, waren mit draußen. Wir müssen dringend die Tarifbindung wiederherstellen, sonst laufen uns noch mehr Fachkräfte davon. Und es geht insbesondere um gute Perspektiven für die junge Generation hier am Standort."

Solidarische Grüße und das Angebot weiterer Unterstützung der Belegschaft sicherten Wolfgang Alles, für das überbetriebliche Solidaritätskomitee Rhein-Neckar, sowie Lars Treusch, Regionsgeschäftsführer des DGB Nordbaden, zu.

2022-07-13  – IGM – SüdkabelFoto: Helmut Roos / 2022

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IGM LogoMannheim, 29.06.2022
IG Metall-Pressedienst Nr. 07/2022

Zerschlagung des Rohbaus bei EvoBus in Mannheim geplant - Betriebsrat und IG Metall gehen in harte Auseinandersetzung mit dem Unternehmen

  • Daimler Truck-Konzern gibt Pläne zur Verlagerung des kompletten Busrohbaus aus Mannheim ins Ausland bekannt
  • Ca. 1000 Arbeitsplätze im Werk Mannheim betroffen
  • IG Metall: Schwerer Schlag für Industriestandort Mannheim und die ganze Bundesrepublik
  • Betriebsrat und IG Metall erwarten Zukunftskonzept und kündigen harte Auseinandersetzung mit der Unternehmensleitung um den Erhalt von Arbeitsplätzen und Know-how an

Schwarzer Tag für Mannheim: Heute Nachmittag wurden in einer kurzfristig anberaumten Informationsveranstaltung die Beschäftigten bei EvoBus in Mannheim von der Unternehmensleitung darüber informiert, dass Teile der Produktion ins Ausland verlagert werden sollen. Im Rahmen eines von der Daimler Truck-Konzernleitung geplanten massiven Sparprogramms soll u.a. der gesamte Rohbau in Mannheim geschlossen werden.

In Mannheim wären davon aktuell etwa 1000 Beschäftigte betroffen. Am Standort Ulm stünden weitere rund 500 Arbeitsplätze auf der Kippe. Die EvoBus GmbH ist eine 100%ige Tochter der Daimler Truck AG. Am Standort Mannheim-Waldhof/Luzenberg arbeiten zur Zeit etwa 3500 Menschen für EvoBus. Im Motorenbau bei Daimler-Truck/ Lkw gibt es aktuell etwa 5000 Beschäftigte. Der Standort Mannheim mit zusammengenommen 8500 Beschäftigten ist einer der größten Arbeitgeber der Stadt Mannheim.

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Prominent: Gütetermin zur Kündigung eines Betriebsratsmitglied scheitert vor dem Mannheimer Arbeitsgericht

Von Stefanie Ball und Alexander Jungert – MM 9. 6. 22

Arbeitsgericht Mannheim, Kammern Heidelberg, Saal 2. „Der Gütetermin ist gescheitert“, wird Richterin Andrea Lehner nach nicht einmal 30 Minuten in das Aufnahmegerät diktieren. Gegenüber sitzen sich: der Betriebsrat und der Dosierpumpenhersteller Prominent GmbH aus Heidelberg. Dazwischen: tiefe Gräben.

Was ist passiert? Prominent will einem ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden kündigen...

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logo BUND11. April 2022

Kritik am Arbeitgeber ist erlaubt, auch wenn sie scharf und polemisch ist. Die Meinungsfreiheit des Grundgesetzes gilt ausdrücklich auch im Verhältnis Betriebsrat und Arbeitgeber. Der Betriebsrat darf seine Kritik auch in einem Rundschreiben an die Belegschaft formulieren - so das LAG Köln.

Das war der Fall

Die Arbeitgeberin beantragt die Auflösung des noch verbliebenen Rumpfbetriebsrats. Der habe in einem Rundschreiben an die Belegschaft („Der Betriebsrat informiert“) so heftige Kritik an dem Arbeitgeber geübt, dass das Verhältnis zerrüttet sei.

Im Vorfeld hatte es innerhalb des siebenköpfigen Gremiums heftige Auseinandersetzungen gegeben. Ein Teil der Kollegen hatte das Mandat niedergelegt. Der Rumpfbetriebsrat wendete sich nun mit einem Rundschreiben an die Belegschaft, in dem neben der Kritik am Arbeitgeber auch über eine neue Vergütungs-Betriebsvereinbarung informiert wurde.